Ich bin von schrecklicher Laune befallen. Das Bösartige Biest hat sich auf meinen Kopf gesetzt, klammert sich an die Haare und will nicht verschwinden. Um mich herum verpestet sie die Luft und meckert jeden an, der mir zu nahe kommt. Sogar eine Frau im Rollstuhl ist gestern ihr Opfer geworden und das kann die selbst ernannte netteste Person der Welt nicht länger hinnehmen. Jetzt ist Schluss und der Gegenangriff ausgerufen!
- Musik hören
Zuerst dudelten mir Tilly and the Wall heute Morgen beim Frühstück aus dem Radio entgegen und seit dem habe ich einen Ohrwurm. Jetzt höre ich das Beatcontrol-Lied die ganze Zeit und da ich dabei kaum meine Füße still halten kann, ist die schlechte Laune auch schon mehrmals von meinem Kopf heruntergefallen. Noch hat sie nicht aufgegeben aber sie wird nervös.
- Cupcake essen
Ein wenig comfort food kann nie schaden aber bei der heutigen Krise ist es unverzichtbar. Deshalb mache ich einen kleinen Spaziergang durch Friedrichshain und besuche das herrliche Cupccake, in dem Cupcakes und allerlei andere amerikanischen Kuchen verkauft werden. Als hätte er auf mich gewartet steht hinter der Theke der letzte vegane Cupcake. Komm nur her zu mir, kuchiger Kamerad, wir werden uns wunderbar verstehen. Herrlich rosa ist seine Haube wie die Brille, die ich verloren habe und bitter süß die Füße, so wie das Leben eben spielt. Mit jedem Bissen werde ich ein wenig fröhlicher und jetzt findet es die schlechte Laune wirklich ungemütlich.

- Blumen bestaunen
Endlich bin ich zu Hause angekommen. Durch mein Fenster scheint die Sonne und auf dem Balkon blühen Lavendel und Löwenmäulchen. Meine Lieblingshummel ist auch da. Was will man mehr.

Bild von sonnentau(Flickr)
„Ich bin dann mal weg“, sagt die schlechte Laune.
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Auch wenn das Video aussieht, als hätte DJ Bobo Regie geführt- ich freue mich für dich, dass du damit offenbar diese komische 70s-Disco-Hymne aus deinem Gehörgang geschüttelt hast.
Kommentar von Malte 20. Juli 2009 @ 19:20