Was tischt der moderne Berliner Veganer seinen lieben Freunden auf? Natürlich Sommerrolle. So ein Sommerrollen Abend ist für mich das Raclette 2.0. Es ist mindestens genauso lustig, viel gesünder und vor allem wunderbar leicht. Sommerrollen sind schnell gemacht, bringen Spaß und trainieren Kreativität und handwerkliches Geschick.

Das braucht man:
Reispapier, Reisnudeln
Für die Füllung:
Alles ist erlaubt. Ich schlage hier nur ein paar Dinge vor aber am besten probiert ihr einfach aus was euch schmeckt.
Salat, Möhren, Sprossen, Tofu, Erdnüsse, Gurke, Paprika….
Ganz wichtig sind frische Kräuter. Traditionell wird Koriander verwendet aber testet doch mal Minze, Basilikum oder Kresse, wenn ihr mögt.
Für die Soße:
Ich esse in meiner Sommerrolle am liebsten Erdnusssoße aber alle asiatischen Soßen können verwendet werden. Beim Vietnamesen werden die Sommerrollen zum Beispiel mit der nuoc mam cham Sauce serviert.
So wird’s gemacht:
Eine Weile bevor die Gäste kommen sollten die Nudeln nach Packungsanleitung gekocht werden, damit sie nicht mehr so heiß sind wenn das Belegen beginnt. Wer Lust hat kann den Tofu nach Belieben Würzen und anbraten. Das Gemüse wird in feine dünne Streifen geschnitten und auf dem Tisch platziert. Auf den Tisch wird ebenfalls eine Schüssel mit heißem Wasser gestellt in das später das Reispapier getaucht. Zum Schluss kommen noch all die restlichen Zutaten, Kräuter und Saucen auf den Tisch und dann kann es losgehen.
Für eine Sommerrolle wird zuerst ein Blatt Reispapier vollständig in das heiße Wasser getaucht. Das Wasser sollte ungefähr 50°C warm sein. Sobald das Reispapier nass wird, wird es weich und biegsam und muss irgendwie auf den eigenen Teller gebracht werden. Nach zweimal üben hat man es spätestens raus. Jetzt kann man Nudeln, Kräuter und all die Sachen auf die Sommerrolle legen auf die man Lust hat. Ein Klecks Sauce kann auch schon mit in die Rolle hinein, muss aber nicht.
Achtung! Weder Habgier noch zu große Bescheidenheit ergeben eine tolle Rolle.
So wird die Rolle gefaltet:
Bis jetzt habe ich ja nur beschrieben wie Gemüse auf warmes Reispapier gepackt wird aber jetzt erkläre ich die eigentliche Zauberei. Drittelt man einen Reispapierkreis, dann wird ungefähr das Drittel, das einem am nächsten ist nach Wunsch belegt. Allerdings sollte zum Rand hin etwas Platz bleiben. Den Rand schlägt man einmal zur Mitte hin über den Belag und danach werden die seitlichen Ränder hochgeklappt. Jetzt kann man die Rolle ganz einfach weiter zur Mittel hin aufrollen bis sie fertig ist.
Geschafft! Das Meisterwerk kann jetzt in die persönliche Lieblingssauce getunkt werden und dann geht das Essen wirklich los.


Wer hätte das gedacht, auch Moby ist ein Veganer. In diesem Video bereitet er Beeren Pancakes zu und plaudert aus dem Nähkästchen. Ein wirklich sehr sympathischer Herr, allerdings sehen seine Pfannkuchen ein bisschen merkwürdig aus. Ich habe bis jetzt auch noch nicht ganz durchschaut was er für Zutaten verwendet. Besonders die Klößchen in der anderen Pfanne machen mich stutzig. Getestet werden die Pancakes trotzdem von mir und dann werden sie dem Herrn Overlord spätestens am Sonntag serviert.
Einsortiert unter: Das Vegane Produkt des Tages | Tags: Seitan, Snack, Vegan, Würstchen
Zum 40. Jahrestag der Mondlandung präsentiere ich für alle weltraumaffinen Veganer die Spacebar.
Man könnte sie auch einfach Seitanwürstchen nennen. Aber mal ehrlich, wer kauft so was, wenn er eine Spacebar haben kann. Vielleicht bekam das Würstchen seinen Namen, wegen gewisser Ähnlichkeit zu Plastik versiegelter Astronautennahrung. Auf jeden Fall ist der bodenständige Wurstersatz einzeln verpackt und deshalb ideal als Snack für unterwegs geeignet. Geschmacklich ist das Fake-Würstchen wirklich bemerkenswert, denn es ist deftig gewürzte und besitzt fleischähnliche Konsistenz. Eine tolle kleine Mahlzeit, mit der man sich über den Nachmittag retten oder Astronaut spielen kann.


Bild: Russische Astronautenkost Wikipedia
Ich bin von schrecklicher Laune befallen. Das Bösartige Biest hat sich auf meinen Kopf gesetzt, klammert sich an die Haare und will nicht verschwinden. Um mich herum verpestet sie die Luft und meckert jeden an, der mir zu nahe kommt. Sogar eine Frau im Rollstuhl ist gestern ihr Opfer geworden und das kann die selbst ernannte netteste Person der Welt nicht länger hinnehmen. Jetzt ist Schluss und der Gegenangriff ausgerufen!
- Musik hören
Zuerst dudelten mir Tilly and the Wall heute Morgen beim Frühstück aus dem Radio entgegen und seit dem habe ich einen Ohrwurm. Jetzt höre ich das Beatcontrol-Lied die ganze Zeit und da ich dabei kaum meine Füße still halten kann, ist die schlechte Laune auch schon mehrmals von meinem Kopf heruntergefallen. Noch hat sie nicht aufgegeben aber sie wird nervös.
- Cupcake essen
Ein wenig comfort food kann nie schaden aber bei der heutigen Krise ist es unverzichtbar. Deshalb mache ich einen kleinen Spaziergang durch Friedrichshain und besuche das herrliche Cupccake, in dem Cupcakes und allerlei andere amerikanischen Kuchen verkauft werden. Als hätte er auf mich gewartet steht hinter der Theke der letzte vegane Cupcake. Komm nur her zu mir, kuchiger Kamerad, wir werden uns wunderbar verstehen. Herrlich rosa ist seine Haube wie die Brille, die ich verloren habe und bitter süß die Füße, so wie das Leben eben spielt. Mit jedem Bissen werde ich ein wenig fröhlicher und jetzt findet es die schlechte Laune wirklich ungemütlich.

- Blumen bestaunen
Endlich bin ich zu Hause angekommen. Durch mein Fenster scheint die Sonne und auf dem Balkon blühen Lavendel und Löwenmäulchen. Meine Lieblingshummel ist auch da. Was will man mehr.

Bild von sonnentau(Flickr)
„Ich bin dann mal weg“, sagt die schlechte Laune.
Flott hat sich der Sonntagmittag genähert, der dichte Schwaden von Bratendunst in den Hausflur gepustet hat. Nichtwissend, dass der Nachbar neben an ein Veganer ist wurde das Kotelett angeschnitten und mitten im Sonntagsidyll entzündete sich erneut der Krieg um Moral und Gewissen, Gesundheit und Ideologie.
Wer hat recht? Wohl am ehesten derjenige, der einsieht, dass in dieser Sache nichts entschieden werden kann. Gute Argumente sind in beiden Lagern zu finden, genauso wie Demagogen und fanatische Eiferer. Fleischesser sind nicht zwingend sadistische Tiermörder und Veganer nicht immer entrückte moralische Übermenschen.
Was den Nachbarn und die Braten Esser zurück an einen Tisch bringen könnte ist das Verständnis dafür, dass Ernährung in etwa so persönlich ist wie Religion. Ein belehrender oder verächtlicher Versuch der Umerziehung wird niemals erfolgreich sein.
Und unter Berücksichtigung meiner eigenen Behauptung möchte ich hier fast wertfrei folgendes Argument für eine fleischfreie (oder wenigsten fleischarme) Ernährung präsentieren:
Quelle:Wasserstiftung
(Zu diesem Beitrag wurde ich von einer antiveganen Seite inspiriert.)